‘Ein Mensch ohne Vision ist ein Mensch ohne Zukunft. Und ein Mensch ohne Zukunft kehrt immer zurück zur Vergangenheit.‘
Das ist ein Zitat, das vor Jahren in meinen sozialen Kreisen viel geteilt wurde.
Die Neurobiologie von Trauma erzählt eine andere Geschichte:
Kein Erleben von Gegenwart zu haben, bedeutet, kein Gefühl für eine Zukunft zu haben, weil wir im Wiedererleben der Vergangenheit feststecken.
Manchmal bitten uns Therapeut*innen, uns uns selbst in 5 Jahren vorzustellen oder sie fragen uns nach einer Vision für die Zukunft und wir können das nicht. Wir sehen es einfach nicht. Sich mehr anzustrengen, bringt da auch keine Lösung.
Vielleicht müssen wir erst in der Gegenwart ankommen, bevor wir Pläne für die Zukunft machen. Was uns zur Vergangenheit zurückkehren lässt, ist nicht schlechte Planung oder fehlende Vision sondern Trauma.
Und Präsentifikation führt zur Realisation einer Zukunft.
