Andere Anteile zu vermeiden, ist meistens die Ausgangssituation bei der DIS Behandlung. Die fühlen sich nicht wie etwas an, womit wir näher zu tun haben wollten. Vielleicht kennen wir sie nur als Stimmen, die uns beschimpfen, überwältigende Bedürfnisse, die uns überfluten oder als Ausbrüche, die sich nicht mit unserem Wertesystem vereinbaren lassen. Es hilft nicht, dass strukturelle Dissoziation oft gegensätzliche Extreme erzeugt, die sich so anfühlen, als könnten die unmöglich zusammen existieren. Das ist eine Illusion, die durch die dissoziativen Barrieren entsteht. Es wird ruhiger, wenn wir mehr zwischen Anteilen teilen können, weil das die Polarisierung auflöst. Aber wie kommen wir da hin?
Ein bisschen Psycho-Edukation
Es hilft, ein bisschen was über Anteile zu lernen, warum die sich entwickeln, warum manche Anteile so werden und andere ganz anders und wie das alles zum Überleben beigetragen hat. Wir müssen uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf Trauma Erinnerungen im Detail einlassen, nur darauf, dass Dinge schlimm gelaufen sind, als wir aufgewachsen sind. Ein bisschen was über dissoziative Anteile zu lernen, gibt uns eine Vogelperspektive, die uns hilft, zu sehen, dass wir nicht die einzigen hier sind und wie das alles zusammenpasst. Sind wir übertrieben mit der Wahrheit identifiziert, die wir schon für uns kennen, macht es das schwieriger, zu sehen, wie andere das Leben erleben. Es ist hier nicht nötig, tief in die Recherche einzusteigen. Es braucht nicht mehr als eine wirklich verlässliche Quelle. Wer Englisch kann, findet das zB beim Youtube Kanal der CTAD Clinic statt in internationalen Foren. Online Spaces sind für Neue oft verwirrend (und ehrlich gesagt auch für alte Hasen) und vor allem auf Social Media wird auch viel Quatsch verbreitet. Unser Ziel ist hier erstmal nur, zu lernen, warum es völlig Sinn ergibt, Anteilen mit Mitgefühl, Freundlichkeit und Geduld zu begegnen. Die haben viel durchgemacht.
Was wir vielleicht erwarten und vielleicht auch nicht, ist dass nicht alle Anteile uns lieben werden. Sie haben sich viele Jahre lang ignoriert, abgelehnt, verängstigt, wütend oder taub gefühlt und wir haben uns nicht drum gekümmert. Sie haben gute Gründe, warum es ihnen mit uns nicht gut geht. Vertrauen baut man mit der Zeit auf. Vielleicht merken sie sogar irgendwann, dass den Alltag weiter zu machen auch eine miese Aufgabe ist. Das ist total anders, als Trauma Erinnerungen tragen, aber es ist auf seine Weise unschön und Frontanteile hatten meist auch kein so leichtes Leben. Innere Anteile zu bemerken, braucht Kapazität und Frontanteile hatten keinen Krümel davon übrig, während sie versucht haben, in der Außenwelt zu überleben. Wir haben fürs Überleben nur alle andere Positionen eingenommen. Wissen hilft hier beim gegenseitigen Verständnis.
Vorbereitung
Bevor wir uns darauf einlassen, innere Anteile zu erreichen, brauchen wir Fertigkeiten zum Symptom Management. Sonst knocked uns die Phobie vor dem Inneren Erleben aus, bevor wir überhaupt bei Anteilen ankommen. Alle Anteile lernen irgendwann Fertigkeiten zur Regulation, aber wir brauchen da einen Vorsprung, um die innere Arbeit möglich zu machen. Starke innere Erfahrungen werden passieren, wenn wir Kontakt mit Anteilen aufnehmen. Unser Job ist zu lernen, wie man dysregulierte Anteile co-reguliert und das bedeutet, wir müssen uns selbst zuerst regulieren können. Wir brauchen keine komplette Stabilisierung, aber wir brauchen Grundlagen, die für uns tatsächlich auch funktionieren. In diesem Fall ist es wichtiger, dass wir uns fähig fühlen, als dass wir uns komplett sicher fühlen. Wenn wir wissen, dass wir die unsicheren Stellen meistern können, ist das auch sicher, richtig? Wir gehen da rein mit dem Schutz der Fertigkeiten, die wir uns aufgebaut haben.
Wir brauchen dann immer noch die kleinen Schritte, die wir auch für andere innere Erfahrungen verwendet haben. Zu schnell oder zu viel auf einmal zu machen, führt nur wieder zu Überwältigung. Das ist immer noch der Feind, den wir gerade wirklich versuchen zu vermeiden. Das bedeutet, dass es so gedacht ist, dass Zeiten von innerer Verbindung nur klein und kurz sind, wenn wir damit gerade erst anfangen. Wir machen das nur ein paar Minuten am Tag, aber dafür regelmäßig und vorhersehbar zuverlässig. Sobald es zu viel wird, treten wir zurück und regulieren uns. Dann probieren wir es nächstes Mal wieder. Betroffene glauben oft, dass alles auseinanderfällt, wenn sie sich auf das Innen einlassen. Wenn wir das langsam und vorsichtig machen, fällt nichts auseinander.
Wissen ansammeln kann zu einer Form von Vermeidung werden, wenn wir glauben, dass wir immer mehr lernen müssen und dafür dann nie in den Kontakt gehen. Wie müssten keine Spezialist*innen werden. Wir müssen unsere innere Arbeit machen, wenn wir mal fertig werden wollen damit.
Es gibt nicht den einen Weg mit inneren Anteilen in Kontakt zu kommen, der für alle klappt. Ich beschreibe euch eine Hand voll von Optionen. Manches davon sind Übungen und anderes knüpft natürlicher am Alltag an.
Verschiedene mögliche Ansätze
Vorsichtige Landkarte
Die Anfertigung einer inneren Landkarte ist eine Art zu erforschen, was wir innerlich schon bemerken können. Wir versuchen dabei nicht, Anteile irgendwelchen Rollen zuzuordnen oder einen Namen für alle zu finden. Anteile kommen manchmal mit sehr deutlichen und klaren Informationen und oft eben auch nicht. Eine sanfte Offenheit für das, was innen los ist, gibt uns vielleicht Eindrücke, emotionale Zustände, Meinungen, und wir sammeln das über einen längeren Zeitraum, bis sich ein Bild formt. Kein Druck, keine Notwendigkeit tief zu graben, um alles auf einmal zu entdecken. So eine Landkarte ist mehr eine Langzeitstudie von unserem inneren Erleben von Anteilen als ein DnD Spiel mit vollständig ausgefüllten Charakterbögen. Menschen, die solche komplexe Charakterisierungen vorlegen, werden von anderen Betroffenen oft als Rollenspieler abgelehnt, auch wenn es im Einzelfall schon mal so sein kann. Es ist nur kein Maß, an dem ihr euch orientieren solltet, weil die Praxis in der Regel viel mühsamer und ungewisser ist.
Tagebuch
Es gibt verschiedene Arten, wie man ein Tagebuch hilfreich verwenden kann. Wenn wir es nutzen, um das Erleben von anderen inneren Anteilen zu erforschen, nutzen wir vielleicht erst mal einen strukturierten Ansatz wie Sätze beenden lassen. Wir können auch einfach nur über unsere Gedanken und Gefühle schreiben und das danach noch mal lesen, um zu sehen, ob sich da für einen Moment jemand anderes mit eingemischt hat und etwas zu sagen hatte. Sehr mutige Menschen schreiben eine Frage oben auf die Seite und lassen dass dann offen liegen, sodass andere Anteile antworten können. Für sowas hat mir immer der Mut gefehlt, weil sich das zu unheimlich und unkontrolliert angefühlt hat. Aber Fragen zu stellen, indem wir sie aufschreiben, ist ein guter Weg, um Antworten zu bekommen, auch wenn man dabei selbst mitschreibt, was innerlich als Reaktion auf die Frage passiert. Anteile kommunizieren nicht nur mit Worten. Es kann da auch andere Reaktionen geben, die wir bemerken und aufschreiben können, um da später drüber zu reflektieren.
Wegweiser
Ich persönlich finde es sehr nützlich, mir jeden Morgen Zeit zu nehmen, um mir selbst und anderen Anteilen den Plan für den Tag zu erklären und was passieren wird, was nicht passieren wird und woran sie merken, dass es gerade passiert. Sie sind ausdrücklich dazu eingeladen, beizutragen, was sie brauchen und wollen und so bekomme ich die Möglichkeit, das gleich mit einzuplanen. Das hilft allen, besser orientiert zu bleiben und baut niedrigschwellig und über die Zeit Vertrauen auf, ohne dass es nötig ist, tief in die Vergangenheit oder in explosive Erfahrungen von Anteilen einzutauchen. Wir suchen die Verbindung über Informationen zu unserem heutigen Alltag. Die regelmäßige Routine hilft beim Trauen und die regelmäßige Einladung etwas beizutragen wird vielleicht nicht gleich genutzt, hat aber trotzdem einen Effekt. Das ist mein bevorzugter Ansatz früh im Prozess. Ganzer Artikel
Check-Ins
Hierfür nehmen wir uns eine feste Zeit am Tag (und vielleicht 2x am Tag, morgens und abends), um nach innen zu checken. Ich benutze dafür eine etwas angereicherte Version von einem Roll Call. Dabei ist der Fokus weniger auf der Außenwelt und mehr dabei, wie es allen geht und was sie vielleicht brauchen. Fragen für so einen Check-In können unterschiedlich sein, je nach Situation. Wenn es nichts gibt, um das wir uns kümmern müssten, sollte das nur ein paar Minuten dauern. Längere Team Sitzungen fühlen sich am Anfang besonders beängstigend an und es kann eine Erleichterung für Anteile sein, und nicht nur für die Alltagsanteile, wenn man das zuerst kurz hält und langsam ausbaut. Aber die Information, die wir aus den Check-Ins bekommen, reicht, um unsere Handlungen so anzupassen, dass es für andere Anteile leichter wird. Diese Chance, Bedürfnissen zu begegnen, ist enorm wertvoll wenn es darum geht, eine Beziehung aufzubauen.
Geteilte Aktivitäten
Wenn wir etwas Nettes machen oder einfach etwas völlig Normales, können wir andere Anteile einladen, das mit zu bemerken und mit uns zu machen. Dann schauen wir gemeinsam auf eine Aufgabe, statt so frontal aufeinander zu schauen. Es kann einfacher sein, miteinander in Kontakt zu kommen, wenn wir uns zusammen um eine Pflanze oder ein Haustier kümmern, als wenn es immer direkt um Anteile gehen muss. Gemeinsame Erfahrungen bauen nebenher Vertrauen in beide Richtungen. Beispiele für Erdende Aktivitäten
Reagieren
Manchmal spüren wir, dass innerlich etwas vor sich geht, weil da inneres Erleben ist, dass sich so anfühlt, als würde es von jemand anderem kommen oder weil wir bemerken, dass sich ungewöhnliches Erleben mit unserem eigenen mischt oder es sind neue Symptome da, die wir vor einer Minute noch nicht hatten. Das sind Momente, die wir nutzen können, um einen inneren Check-In zu machen und zu erfahren, was da passiert und warum. Vielleicht können wir uns mit realen Handlungen in der Außenwelt darum kümmern oder mit vorgestellten Interventionen Innen. Sich vorzustellen, innerlich etwas für einen Anteil zu tun, kann sich so real anfühlen, wie im echten Leben, manchmal sogar realer. Aber wir brauchen dafür unsere Regulations-Fertigkeiten, weil wir mit einer Situation zu tun haben, wo es schon ein spürbares Bedürfnis oder Unruhe gibt. Diese Check-Ins, wenn wir etwas bemerken, werden irgendwann eine Routine, die mit der Zeit so normal wird wie atmen. Das ist ein natürlicher Weg, um unsere gemeinsamen Bedürfnisse zu bemerken. Es kommt mit der Herausforderung, dann Anteile zu unterstützen, die schon dysreguliert sind und das kann sich noch überfordernd anfühlen ohne therapeutische Hilfe, die uns beibringt, wie das gut geht.
Zirkuläre Fragen
Vielleicht versuchen wir das selbst, aber in der Regel verwenden Ts diese Art Fragen zu stellen. Das ist eine Technik, die uns dabei helfen kann, andere Perspektiven wahrzunehmen. Statt uns zu fragen, wie es uns mit einem Plan geht, fragen Ts uns vielleicht, was wir denken, wie es einem bestimmten Anteil mit dem Plan geht. Vielleicht fragen sie sogar, was wir denken, was Anteil A denkt, wie es Anteil B damit geht. Das hilft uns, das Wesen der Anderen besser im Sinn zu behalten. Wenn wir falsch raten, spüren Anteile vielleicht eine hohe Motivation, uns zu korrigieren, weil es ganz schön schwer ist, das stehen zu lassen, wenn jemand was Falsches behauptet. Es kann Anteile rauslocken, die sich sonst wenig beteiligen, wenn wir das als Spiel framen, wer wen besser kennt.
Therapie
In manchen Persönlichkeitssystemen ist die Dissoziation oder der Konflikt zwischen Anteilen so schwer, dass es eine Mediation braucht, bevor wir den Kontakt zwischen Anteilen herstellen können. Perfekte Amnesien und innere Barrieren sind nicht so häufig, wie man das früher gedacht hat. Das am meisten berichtete Symptom bei DIS sind Intrusionen von anderen Anteilen. Es wäre eine Ausnahme, wenn Ts die Rolle der Mediation übernehmen und sie machen das nie lange. Wir brauchen das, selber zu lernen, wie wir in Kontakt sein können. Aber es gibt diese Hilfe, wenn wir den Anfang anders nicht hinkriegen. Es hängt wirklich vom System ab, welcher Ansatz am Ende nützlich und auch möglich ist. Anteile hinter starken dissoziativen Barrieren zu erreichen, ist der schwerste Teil. Wenn wir erst mal einen Anfang haben, gibt es für alles andere Wege, wie wir das gut hinbekommen können.
Aber was ist mit dem Trauma?
Die Trauma Erinnerungen sind der Elefant im Raum, um den wir die ganze Zeit herum manövrieren. Es ist so früh noch nicht die richtige Zeit, um Trauma Erinnerungen in der Tiefe zu erforschen. Bevor wir das tun können, brauchen wir die Fähigkeit, uns zusammen als Team zu regulieren, ohne dabei eine Überflutung oder Überwältigung unserer Fähigkeiten zu erzeugen. Das kann richtig schwer für Anteile sein, die viel Trauma kennen, das nicht zu teilen, wenn da doch endlich jemand ist und zuhört. Es ist richtig enttäuschend zu verstehen, dass es immer noch nicht die richtige Zeit und das richtige Setting dafür ist. Jetzt zu viel zu teilen, bringt nicht die Erleichterung, auf die Anteile hoffen. Ich glaube, dass es weise ist, zu sammeln und zu containen. Man kann nicht vermeiden, dass Trauma Erinnerungen manchmal getriggert werden. Unsere Strategie ist dann, Anteile in der aktuellen Realität zu re-orientieren, aufzuschreiben was hochgekommen ist als eine der möglichen Arten, um dem die nötige Anerkennung zu geben und dann die Containment Option unserer Wahl zu nutzen, um das sicher aufzubewahren, bis wir es uns näher anschauen können. Wir können uns um Kindanteile kümmern, ohne jetzt direkt die Details zu teilen.
Ohne diese übergeordnete Strategie sabotiert uns die Phobie vor traumatischen Erinnerungen jeden Versuch, Verbindung mit inneren Anteilen aufzunehmen. Wir folgen dem Phasen-orientierten Ansatz, weil wir richtige Stabilisierung brauchen, bevor wir uns an die Trauma Arbeit machen. Wir werden sonst nur überfordert und retraumatisiert. Solange wir die Erinnerung sicher verwahrt halten, können wir uns innerlich in kleinen Schritten näher kommen. Alle sollten verstehen, dass wir noch nicht mehr machen können, als das Leid jetzt anzuerkennen, weil der Rest qualifizierte Hilfe braucht. Anderen Anteilen Mitgefühl zu schenken, kann ihnen helfen, das zu akzeptieren, aber wir müssen das sehr wahrscheinlich wiederholt erklären, bevor Anteile es gut schaffen, das zu containen. Darum brauchen wir unsere Fertigkeiten zum Symptom Management. Mit Anteilen in Kontakt zu treten, läuft selten glatt und sie verstehen, und vertrauen, dem Plan nicht sofort. Sie sollten wissen, dass es einen guten Plan gibt, damit sie so schnell wie möglich Erleichterung bekommen. Nur ein Kontrollverlust zu diesem Zeitpunkt nutzt wirklich niemandem.
Phobische Therapeut*innen
Manchmal, wenn Ts überfordert sind, weil sie sich zu etwas verpflichtet haben, was sie gar nicht können, oder wenn sie gerade dabei sind auszubrennen oder wenn sie blinde Flecken haben oder aus welchen Gründen auch immer…. Manchmal sind unsere Ts diejenigen, die eine Phobie davor haben, innere Anteile zu erforschen. Sie vermeiden das in der Therapiestunde. Sie entmutigen bewusst oder unbewusst Gespräche über Anteile. Sie arbeiten lieber mit Alltagsanteilen am Alltag. Vielleicht lassen sie sich sogar Nebenschauplätze einfallen, um die Zeit sinnvoll zu füllen. Das kann für uns auf unterschiedliche Art ausgehen. Wir verlangen die Auseinandersetzung oder Anteile geraten so unter Druck, dass sie nach Vorne wechseln, bis vermeidende Ts fliehen, die Therapie abbrechen und uns beschämt und am Boden zerstört zurücklassen und wir werden Probleme haben, neuen Ts zu trauen. Vielleicht spielen wir das mit und achten darauf, nur noch über Dinge zu reden, die unseren Ts angenehm sind. Dann machen wir keine wirklich bedeutsame Arbeit mehr, weil die bei anderen Anteilen verschlossen liegt und nicht in unserem Alltag. Vielleicht bringen wir uns nebenher alles selber bei, so habe ich es gemacht, und sehr wahrscheinlich können wir das auch nicht und werden frustriert darüber, dass wir nicht weiter kommen. Vielleicht verstecken sich Anteile, weil sie wissen, dass sie nicht willkommen sind. Die Therapie endet, weil es keine Themen mehr gibt, es ist ja alles ok. Und es fällt uns schwer, in der nächsten Therapie aus unseren Verstecken zu finden, wenn klar wird, dass eben nicht alles ok ist. Je länger Ts ihre eigene Phobie vor inneren Anteilen übersehen, desto schlechter ist das Ergebnis für uns. Das ist ein Behandlungsfehler. Es ist ok, Supervision zu brauchen. Es ist nicht ok, die eigene Vermeidung einfach als neue Behandlungsstrategie hinzunehmen. Das begrenzt uns und behindert unsere Recovery. Es ist eine bevormundende Unterstellung, dass es nur Patient*innen sind, die innere Anteile vermeiden. Wir haben nur die viel besseren Gründe dafür.
[Dieser Artikel beruht auf Das verfolgte Selbst (Steele, Nijenhuis, van der Hart), Trauma-bedingte Dissoziation bewältigen (Steele, Boon, van der Hart) und eigenen Erfahrungen, was funktioniert.]
