In der DIS Literatur werden eine Reihe von ‘Phobien’ im Sinne von Mustern von Angst und Vermeidung beschrieben, die uns daran hindern, heiler zu werden. Wir schauen uns das an, um zu sehen, wie wir als Patient*innen das verstehen können und was uns vielleicht dabei hilft, damit umzugehen. Die Phobien, die wir uns anschauen werden sind:
- Bindung und Bindungsverlust
- inneres Erleben
- andere Anteile
- Trauma Erinnerungen
- Veränderung
- normales Leben
- Intimität (emotional und körperlich)
(Wenn ich es nicht vergesse, verlinke ich die Artikel in der Liste, sobald sie veröffentlicht sind. Es dauert oft sehr lange, bis wir eine Reihe fertig geschrieben haben, bitte habt Geduld.)
Aber ist das wirklich eine Phobie?
Wir verstehen diese sogenannten Phobien hier nicht als Vermeidung oder Widerstand. Wir halten das für Anzeichen von Integrativer Kapazität bzw deren Mangel. Wir glauben, dass es natürlich und völlig normal ist, Überforderung und Überflutung zu vermeiden und die starke Angst hilft uns beim Pacing, wenn wir uns Inhalten nähern, die wir noch nicht ganz integrieren können. Erfahrungen zu integrieren ist schwer. Das bedeutet nicht, dass wir es nicht tun sollten. Es bedeutet nur, dass wir es langsam und sanft versuchen, während wir die Kapazitäten dafür aufbauen und nicht alles auf einmal machen. Ich glaube, dass es nicht besonders nützlich ist, von diesen intensiven Erfahrungen im Sinne von irrationaler Angst zu denken. Wir behalten die Begriffe aber bei, weil das definierte Konzepte in der Literatur sind und ich es unnötig finde, allem neue Namen zu geben, wo es eigentlich wichtiger ist, zu verstehen, was damit gemeint ist, als wie genau es genannt wird.
Die Phobie vor Bindung
Die Phobie vor Bindung ist wahrscheinlich die erste, die uns in Therapie begegnet, weil sie alleine schon davon aktiviert werden kann, dass wir einen ersten Kontakt mit Ts haben. Eine neue potenzielle Bindungsperson kommt in unsere Welt und das kann reichen, um die Angst zu spüren. Eine beträchtliche Herausforderung zu Beginn unserer Therapie wird es sein, eine solide Arbeitsbeziehung aufzubauen. Das stellt die Phobie vor Bindung und Bindungsverlust vorne an die Liste an. Aber das ist keine auf die Phase 1 beschränkte Phobie. Sie wird uns durch unseren ganzen Recovery Prozess begleiten und wie sich das anfühlt und aussieht, verändert sich mit der Zeit. Kommt unsere Therapie zu einem Ende, werden wir uns nochmal neu mit Gefühlen zu Bindungsverlust auseinandersetzen. Das ist irgendwann nicht mehr die kopflose Panik, die wir am Anfang empfinden, wenn Trauma Dynamiken getriggert sind, aber es ist dann noch richtig schwer und muss es auch sein. Das zeigt, dass wir über die Jahre von Behandlung was Wichtiges aufgebaut haben.
Für Ts gibt es richtig gute Hinweise zu deren Umgang mit dieser Phobie in Das verfolgte Selbst (van der Hart, Nijenhuis, Steele) und Die Behandlung trauma-bedingter Dissoziation (Steele, Boon, van der Hart). Aber was ist mit uns? Wie können wir uns selbst helfen, wenn so intensive Gefühle auftauchen?
Bindung vs. Bindungsschrei
Tritt eine neue potenzielle Bindungsperson in unser Leben, wird das sicherlich die Aufmerksamkeit von Anteilen auf sich ziehen, die unser Bindungsbedürfnis tragen. Aber diese Anteile sind in der Regel auch schwer traumatisiert, weil Trauma durch Bindungspersonen passiert ist. Diese Erfahrung war so überfordernd, dass wir das Bedürfnis in diesen Trauma Anteilen verpackt aus unserem Bewusstsein abgespalten haben. Die Intensität der Trauma Erfahrung ist verknüpft mit dem Bindungsbedürfnis und eingefroren innerhalb dieser Anteile. Wird das durch die Anwesenheit potenzieller Bindungspersonen getriggert, kommt alles zusammen hoch und dieses Erleben hat den Beigeschmack von einer Bedrohung für unser Überleben. Das Bedürfnis führt zu einer überfordernden Realität und der Verlust der Verbindung fühlt sich an, als würden wir unser Leben selbst verlieren. In der Literatur wir das ‘attachment cry’ (Bindungsschrei) genannt und das ist eine Survival Reaktion wie Flucht oder Kampf, nur eine soziale, die nach Hilfe ruft. Da steckt trotzdem noch die enorme Energie drin, die unser Wesen mit dem intensiven Drang danach, gerettet zu werden, flutet.
Attachment cry ist nicht das gleiche wie Bindung. Es ist die Trauma Reaktion, die sich um unsere Bindungsverletzung gelegt hat. Normale Bindung hat nicht diese Verzweiflung, Panik oder Angst davor zu vergehen, wenn niemand kommt. Bindung kann uns bis tief in den Knochen sitzen, aber sie fühlt sich sicher, warm, friedlich und contained an. Da ist ein tiefer Schmerz und Kummer, wenn wir das verlieren, aber keine alles einnehmende Panik. Natürlicher Bindungsverlust fühlt sich an, als haben wir etwas verloren, was einen wichtigen Platz in uns hatte, nicht als würden wir von der Person ermordet werden, die sich zurückzieht. Wenn es sich wie Trauma anfühlt, ist es wahrscheinlich Trauma und basiert eher auch auf alten Gefühlen, die wir aus der Vergangenheit kennen.
Das Problem
Wenn Anteile, die Bindung tragen, getriggert werden, wird das Bindungstrauma, das sie auch halten, ebenfalls aktiviert. Zu Beginn der Behandlung gibt es für Alltagsanteile keine Chance, damit gut umzugehen. Das überfordert immens und ist dadurch besonders beängstigend. Wir werden vielleicht von einer Intensität geflutet, die wir nicht bewältigen können.
Und wo es Anteile gibt, die Bindungsbedürfnisse halten, wird es auch Anteile geben, die das Bedürfnis für Autonomie in sich tragen. Die werden von der verzweifelten Suche nach Bindung getriggert und bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung, weg von der potenziellen Bindungsperson. Wo die attachment cry Anteile von dem Bedürfnis nach Bindung angetrieben werden, treibt die distanzierten Anteile die Angst vor Bindungsverlust an, auch wenn sie das selber so nicht formulieren würden. Es ist ja nur schlau und logisch, tiefere Verbindung zu vermeiden, weil Leute uns eh enttäuschen werden. Keine Bindung bedeutet keine Enttäuschung. Wenn wir uns in eine neue Beziehung zu unseren Ts begeben, wir das diese beiden Seiten gleichzeitig aktivieren.
Das Ringen zwischen Anteilen, die in verschiedene Richtungen wollen, kann sich so anfühlen, als würde das das System zerreißen. Wir wollten eigentlich nur Hilfe für unser Leben und jetzt, wo wir in Therapie sind, eskaliert alles ins völlige Chaos und ein inneres Tauziehen. Und das alles mit dem Beigeschmack von rohem Survival und einer Bedrohung für unser Leben.
Das therapeutische Ziel
Wenn wir mit richtigen DIS Spezialist*innen arbeiten, machen die es nicht zum Ziel, Bindung herzustellen. Das wäre viel zu explosiv. Was wir anstreben, ist eine therapeutische Allianz, eine Arbeitsbeziehung, die solide genug ist, um uns den Mut zu geben, uns mit schwierigen Erfahrungen auseinander zu setzen. Wir suchen nach genau der Distanz, die nicht die Autonomie-bedürftigen Anteile in ihrer Tendenz zum Rückzug aktiviert und auch noch die Anteile erreicht, die Bindung wollen, sodass sie sich unterstützt fühlen. Nicht näher und nicht weiter weg. Das ist ein goldener Mittelweg, auf den unsere Ts abzielen sollten, um die innere Dynamik und damit das System als Gesamtes zu balancieren. Sie tauchen nicht plötzlich in unserem Leben auf, um den offensichtlichen Bedürfnissen einzelner Anteile zu begegnen und nutzen stattdessen die Distanz, die das Gesamtsystem braucht. Eine therapeutische Allianz ist nicht das gleiche wie eine Bindungs-Beziehung. Weniger gut ausgebildete Ts wissen vielleicht nicht, dass wir nicht Bindung als Basis für die Arbeit mit DIS anstreben, weil sie das als Grundlage für ihre anderen Klient*innen verwenden.
Was wir zu diesem Zeitpunkt als System tatsächlich brauchen, ist ein Gefühl von Sicherheit. Alle haben da ein Recht drauf. Deswegen halten wir Ausschau nach sicheren Erfahrungen mit unseren Ts und nicht nach nahen Erfahrungen. Nähe fühlt sich für manche nicht sicher an. Aber es wird sichere Erfahrungen irgendwo in der Mitte geben, die alle aushalten können. Richtige Bindung, nicht nur der getriggerte attachment cry, bilden wir auf Basis dieser sicheren Erfahrungen. Aber das wird sehr lange dauern und sehr langsam passieren. Unsere Ts wollen tatsächlich nicht, dass wir völlig von ihnen abhängig sind. Sie wollen eine Zusammenarbeit, um mit uns neue Erfahrungen zu finden. Wenn attachment cry aktiviert ist, deaktiviert das Neugier und unsere Fähigkeit, etwas zu erforschen. Wir brauchen das aktiv, um Neues und Hilfreiches für und über uns zu entdecken. Eine therapeutische Beziehung in der DIS Therapie baut erst mal nicht darauf auf, sich nah zu fühlen. Sie bietet einen Rahmen, in dem wir beängstigende Sachen erforschen können, indem sie Sicherheit bietet und Neugier fürs ganze System ermutigt. In die Beziehungsthemen werden wir tiefer einsteigen, wenn es irgendwann um die Phobie vor emotionaler Nähe geht, aber das zählt zu den Herausforderungen von späten Phasen und da fangen wir nicht an.
Wie wir uns unterstützen können
Wenn Attachment cry getriggert ist
Attachment cry schafft eine Trance-ähnliche alternative Realität, die unser Sein überflutet und uns Beziehungsdynamiken erleben lässt, die alt und Trauma-basiert sind. In der Regel verlieren wir die Verbindung zur aktuellen Realität, wo wir unsere Ts als Menschen sehen könnten, die versuchen, uns einen sicheren Rahmen zu geben, um an unseren Problemen zu arbeiten. Wie wir sie erleben, verändert sich. Sie fühlen sich an wie ein Elternteil, ein Retter, jemand deren Rolle es ist, sich um uns zu kümmern, weil wir gerade so bedürftig und überfordert sind. Dabei geht uns die Selbstwirksamkeit verloren. Wir sehen sie nicht mehr klar und in unserer alternativen Realität werden sie zu jemand anderem. Für manche Anteile ist das eine positive Retterfigur, für andere sind sie eine Enttäuschung, eine Fürsorgeperson, die versagt, und sie sind wütend auf sie. Der sicherste Weg, um aus diesem Trance-ähnlichen Zustand rauszukommen, ist uns aus der alternativen Realität zu bewegen, die unser Gehirn geschaffen hat.
Realitäts-Check: Die therapeutische Beziehung
Zu diesem Zeitpunkt fühlt sich ein Realitätscheck ein bisschen an, als würde man in Gelee nach Fakten greifen. Wir sind vereinnahmt von einer Trauma-Realität und es ist unglaublich schwer, unser Grounding wiederzufinden und die reale Person, mit der wir gerade in Therapie zu tun haben. Fragen, die ich mir in solchen Situationen stelle:
- Wer ist diese Person? Warum reden wir miteinander? Was ist das Ziel dieses Austauschs?
- Wie ist die Rolle von DIS Ts definiert? Was bieten die an? Was bieten sie nicht an?
- Was ist der Unterschied zwischen Ts und Eltern?
- Was ist der Unterschied zwischen einer therapeutischen Allianz und liebevoller Fürsorge?
- Warum gibt es für Therapie feste Termine und das findet nicht den ganzen Tag in allen Situationen statt?
- Für was bezahle ich in der Therapie wirklich? Ist das Liebe oder was ganz anderes? Was leisten Ts für mich?
- Was hat T gerade getan, das sich für Anteile zu nah oder zu weit weg angefühlt hat?
- An was hat uns das erinnert? Ist der Schmerz gerade mehr ein alter oder ein neuer und zu viel viel %?
- Wer war die Person in der alten Realität? Wo überlappt sich diese alte Realität mit der aktuellen Situation?
- Was versuchen wir mit T gerade wirklich zu erreichen?
- Wie alt sind wir heute? Was sind die Erwachsenen-Dinge, zu denen wir heute fähig sind?
- Wie kann ein erwachsener oder fähiger Anteil gerade eingreifen und etwas Hilfreiches für uns machen?
- Können die Anteile, die sich gerade schlimm fühlen, diesen Anteil bemerken, der Unterstützung anbietet?
Es ist normal, dass die Reaktion erst mal ein ‘theoretisch weiß ich das irgendwie, Aber…‘ ist, wenn wir Realitäts-Checks anwenden. Das gefühlte Beziehungsbedürfnis ist zu groß, um sich leicht oder sofort von Fakten beeindrucken zu lassen. Sanfte und beständige Orientierung in Richtung der geerdeten Realität zeigt mit der Zeit aber einen Effekt. Je mehr wir diese Klarheit mit jüngeren Anteilen üben, desto schneller erholen sie sich wieder davon, dass sie getriggert wurden. Es hilft, wenn wir uns selbst um die Bedürfnisse kümmern, statt zu warten, dass eine Person von außen kommt und uns vor dieser Erfahrung rettet.
Es gibt viele Herangehensweisen an Bedürfnisse und Bindung bei DIS, aber ich persönlich empfehle, die Bindungsbedürfnisse innerlich umzuleiten in Richtung von fähigen Anteilen im System und innerlich erworbene sichere Bindung aufzubauen. Ich erlebe das als den sichersten Umgang mit Bindungsbedürfnissen. Die Verzweiflung nimmt in dem Maß ab, wie unser Kümmern zunimmt. Wir sind dafür nicht von Außenpersonen abhängig. Getriggerte Bindungs-Anteile können lernen, sich zu inneren Helfern hin zu orientieren statt zu äußeren Helfern, wenn sie Hilfe brauchen.
Realitäts-Check: Regeln der Allianz
Die Angst vor Bindungsverlust kann sich genauso überwältigend anfühlen wie Trauma-basierter attachment cry. Der Gedanke, unsere Ts zu verlieren, kann sich wie die Zerstörung unseres Selbsts anfühlen. Das liegt an alten Erfahrungen, wo Bindungsverletzung beinahe wörtlich zu einem strukturellen Schaden in unserer Identität geführt hat. Das passiert nicht, weil Ts wirklich weggehen. Wir können unsere Abmachungen mit unseren Ts realitäts-checken, die unsere Beziehung definieren.
- T hat uns Therapie angeboten. Das sagen die immer nach dem Erstgespräch, ob sie einem das anbieten oder nicht. Wir haben zugestimmt. Wir haben eine Abmachung, dass wir uns drum bemühen, dass das klappt.
- Diese Abmachung hat Regeln. Wir haben Verantwortung, Ts haben Verantwortung.
- Die Regeln der Abmachung erklären auch Grenzen. Es gibt bestimmtes Verhalten, das tatsächlich zum Ende der Therapie führen würde. Was für Verhalten ist das? Haben wir irgendwas davon tatsächlich gemacht?
- Nur schwierig sein macht eine Abmachung nicht ungültig. Alle sind schwierig. Ts wissen, was sie da zustimmen. Haben wir irgendwas anderes gemacht als getriggert zu werden?
- Hat T wirklich gesagt, dass sie gehen oder hat das unser Gehirn erfunden?
- Was genau hat T denn gesagt? Wenn ich eine KI nach exakt diesen Worten fragen würde, würde die mir sagen, das bedeutet, dass jemand einen verlässt oder bedeutet es was anderes?
- Ohne meine gruseligen Interpretationen, was hat T versucht auszudrücken?
- Haben Anteile das anders verstanden?
- Sind wir uns sicher oder sollten wir T fragen, um das zu klären? Fragen hilft meistens und Ts merken nicht immer, wenn sowas passiert. Missverständnisse sind in jeder menschlichen Kommunikation häufig.
- Eine unserer Abmachungen ist, dass wir noch eine Therapiestunde haben, bevor eine Seite die Therapie impulsiv beendet. Auch wenn das Bedürfnis, das jetzt sofort zu beenden, groß ist, müssen wir diese Stunde noch abwarten. Das ist so die Regel. T muss die auch noch abwarten, wenn die selber beenden wollten.
Ich persönlich finde es unglaublich hilfreich, Tonaufnahmen von Therapiestunden zu haben, nur für den Fall, dass solche Bindungsprobleme getriggert werden. Das gibt mir die Möglichkeit, das noch mal Wort für Wort anzuhören und den Klang der Stimme nochmal mit etwas Abstand wahrzunehmen. Das unterstützt den Realitäts-Check. Und wenn Ts tatsächlich was blödes gesagt haben oder einen Fehler gemacht haben, kann man das zusammen noch mal Schritt für Schritt so durchgehen, wie es aufgenommen wurde und muss sich nicht auf die Erinnerungen und Interpretationen von jemandem verlassen. Man muss solche Aufnahmen nicht ewig speichern. Wenn eine Stunde gut gelaufen ist, können wir das auch löschen, ohne es noch mal anzuhören. Es ist einfach richtig hilfreich in den Fällen, wo etwas schief läuft.
Realitäts-Check: Die Person des*der Therapeut*in
Die dritte Option von Realitäts-Check ist wahrscheinlich die schwierigste und das mag nicht für alle Anteile gleich am Anfang hilfreich sein. Mentalisieren ist die Fähigkeit, ein Bild von jemand anderem, ihrem Denken und ihrer Persönlichkeit, in unserem Verstand zu halten. Wir bauen ein inneres Abbild davon, wer jemand ist und wie sie sind, wie sie zu Themen denken und fühlen, wie sie was bewerten, den Prozess wie sie Informationen verarbeiten und in Handlungen umsetzen. Im Grunde erschaffen wir ein inneres Modell von ihnen in unserem Kopf. Wenn wir das haben, können wir unser Erleben gegen dieses Modell teste. Das hilft mit den komplexen Übertragungs-Dynamiken, die uns in so einer getriggerten Situation um die Ohren fliegen.
- Verhalten die sich normalerweise so? Würde ich das von der Person erwarten oder von jemand anderem in meinem Leben?
- Basierend auf dem, was ich von der Person weiß, ist das eine typische Reaktion von ihnen? Was wäre typisch?
- Würde die Person, die ich bisher erlebt habe, es auf die Art machen, vor der ich gerade solche Angst habe?
- Haben sie das schon mal gemacht? Was ist das wirkliche Muster, das ich bisher erlebt habe?
- Wie wahrscheinlich ist es, dass das gerade eine Form von Missverstehen ist, basierend darauf wer die sind, wie sie denken und was sie wollen?
- Wer ist die Person, mit der ich das gerade verwechsle? Wie unterscheidet sich T von der Person?
Es braucht vielleicht eine größere Sammlung von Erfahrungen mit Ts, um unsere getriggerte Realität gegen ihre Persönlichkeit testen zu können. Unser Schmerz darf da sein und es ist auch ein alter Schmerz und es gibt eine aktuelle Realität, die es auch Wert ist, verstanden zu werden. Das verleugnet den Schmerz nicht. Es stellt nur etwas nebendran, das gerade auch real ist. Grounding bedeutet nicht, dass dem Bedürfnis nicht begegnet werden kann. Es bedeutet nur, dass wir orientiert genug werden, dass wir uns selbst darum kümmern können. Anteile, die uns dafür verurteilen, dass wir uns mit Mitgefühl um Bedürfnisse kümmern, schaffen Probleme, statt sie zu lösen.
Es kann leichter werden, mit dem Realitäts-Check anzufangen, wenn wir erst ein ‘Unblending’ Werkzeug verwenden, um den Frontanteil von dem Attachment Cry Anteil zu trennen, der sie gerade überflutet. Man kann dann leichter mit der Erfahrung arbeiten. Idealerweise sind unsere Ts auch selbst aktiv und helfen uns mit der Erfahrung, indem sie einen sicheren Raum dafür schaffen.
[Ihr findet mehr Informationen im Das verfolgte Selbst (Steele, Nijenhuis, van der Hart), Trauma-bedingte Dissoziation bewältigen (Steele, Boon, van der Hart) oder Die Arbeit mit Selbstanteilen in der Traumatherapie (Fisher). Ich habe meine Erfahrung hinzugefügt, was für mich praktisch funktioniert.]
